Wer schnell nachhaltige Ergebnisse im Marketing und Verkauf erzielen möchte, sollte sich Zeit nehmen, so das Credo von Marcel Leeb. Lesen Sie hier das Interview mit dem Business Club Bavaria, in dem der Marketingerfolgs-Coach erklärt, warum Unternehmer heutzutage mehr als nur eine klassische Beratung wünschen und was Achtsamkeit mit Marketing-Erfolg zu tun hat.

Business Club Bavaria: Herr Leeb, Sie bezeichnen sich als Marketingcoach. Was unterscheidet Sie von einem klassischen Marketingberater?
Ganz ehrlich und einfach: die menschliche Komponente. Klassische Marketingberatung hat meist den Fokus auf rein fachliche Aspekte. Der Mensch, egal ob Unternehmer oder Marketingteam, steht oft hinten an oder wird gar nicht berücksichtigt. Das fühlt sich für Kunden dann oft so an, als würden sie etwas übergestülpt bekommen von dem sie wenig verstehen. Sie wünschen sich aber integriert und beteiligt zu werden. Meine Philosophie setzt genau dort an, am Menschen. Ich bin davon überzeugt, dass der Kunde die gewinnbringenden Lösungen bereits kennt bzw. in sich findet. Meine Aufgabe ist es mittels fachlichem Know-How, diese Lösungen zusammen mit dem Kunden ans Tageslicht zu befördern. Dieser Prozess ist von Innen nach Außen gerichtet, nicht von Außen oktroyiert.

B.C.B: Wie kann man sich ein Marketingcoaching bei Ihnen genau vorstellen?
Basis ist immer die Erarbeitung oder Überprüfung des zugrundeliegenden Marketingkonzepts. Dieser Prozess ist meist ein Gespräch im Austausch. Der Kunde präsentiert sein Konzept. Ist noch keines vorhanden, erarbeiten wir es. In beiden Fällen gebe ich beständig Feedback und Coaching. Wenn etwas für mich nicht funktioniert, sage ich wie man das Marketingkonzept nutzenbringend verändern könnte. Dabei geht es immer um Themen wie Angebotsportfolio, Preisstruktur, Wunschkunden und Zielgruppenbedürfnisse, Nutzenargumente, Vertriebswege, Name, Slogan, die Entwicklung eines Wertekompasses etc. Erst ganz am Ende des Marketingcoachings sprechen wir über Werbemittel bzw. den sogenannten medialen Mix. Bevor das Konzept noch nicht tragend ist und die Vermarktungsstrategie nicht Gewinn verspricht, rate ich meinen Kunden davon ab Werbemittel umzusetzen.

B.C.B: Und wo bleibt da die menschliche Komponente?
In diesem Feedback- und Coachinggespräch begegne ich den Menschen auf Augenhöhe, mit dem Ziel sie in ihre Verantwortung und zu eigenständigen Lösungen zu führen. Der Klient wird ermächtigt selbst seine Vermarktung Stein für Stein auf solidem Fundament zu errichten. Der Kunde Mensch wird gestärkt und bleibt Unabhängig von einer externen Person, indem Fall mir. Es gibt aber noch einen zweiten, ganz wesentlichen Aspekt in diesem Marketingcoaching. Während man gemeinschaftlich fachliche Aspekte überprüft und entsprechende Marketingimpulse setzt, kommt man sehr oft an einen Punkt, wo der Kunde gefühlt „stecken bleibt“. Es geht dann meist nicht mehr um Marketingfachwissen, sondern um einen anderen, oft menschlichen Aspekt. Das zugrundeliegende Thema ist den Klienten manchmal gar nicht bewusst, hat aber einen erheblichen Anteil am zukünftigen Marketing-Erfolg. Die Bandbreite dieser Themen ist enorm. Das können innere Konflikte sein oder Ängste, das Unterdrücken einer wichtigen Kompetenz oder dass man sich nicht traut das beruflich zu verwirklichen, wofür man eigentlich brennt.

B.C.B: Können Sie uns das näher erläutern?
Gerne. Ein konkretes Beispiel hierzu: Zwei junge Männer gründen eine Kreativagentur und suchen nach einem gemeinsamen Namen. Obwohl zwei helle Köpfe, will der Name seinen Weg aufs Papier nicht finden. Durch das Marketingcoaching wurden vier wesentliche Dinge klar. Erstens, es geht nicht um den Namen. Zweitens, die beiden Gründer haben Ziele und Visionen die sich gleichen, aber nicht identisch sind. Drittens, sie trauen sich nicht die Dienstleistungen ins Angebotsportfolio zu nehmen, wofür sie wirklich brennen. Sie haben Angst zu „nischig“ zu sein und potenzielle Kunden zu vergraulen. Viertens, einer der Gründer, ein Everybody’s Darling Typ, ist gewohnt zu bekommen, was er will. Er ist der dominantere von beiden, was beim zweiten Gründer oft zum Gefühl führt nur die zweite Geige zu spielen. Ihm fehlt die Anerkennung seiner Kompetenzen.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass diese Themen sehr oft einen ganz großen Hebel haben. Kann man auf dieser Ebene nachhaltige Veränderung bewirken, kommt man zu Wunsch-Ergebnissen. Es ist als ob ein Schleier gelüftet wird. Die Rädchen beginnen sich dann von alleine zu drehen. Im obigen Beispiel war das Finden der passenden Firmierung, nach dem Klären der benannten Punkte, gar kein Problem mehr.

B.C.B: Gibt es eine spezielle Methode, die den gewünschten Marketing-Erfolg bringt?
Im Coaching gibt es viele nutzenstiftende Methoden. Die größten Erfolge erziele ich mit einem Werte-Coaching und mit Systemischer Aufstellungsarbeit. Beim Werte-Coaching überprüfen wir bspw. den Anteil von Dritten übernommener Wertevorstellungen und etablieren einen eigenen Wertekanon, der vom Klienten oder dem Unternehmen zu 100% gelebt werden kann. Bei der Systemischen Aufstellung geht es darum den Klienten vom Kopf ins Gefühl zu bringen bzw. beides zusammen zu führen. Vieles kann man mit dem Kopf alleine nicht lösen. Es geht auch darum unbewusste Dynamiken aufzudecken. Wie das Beispiel der beiden Agenturgründer zeigt.

B.C.B: Was genau ist eine Systemische Marketing Aufstellung?
Ursprünglich kommen Systemische Aufstellungen aus der Familientherapie, werden heute aber auch im Sport, in Orchestern, Organisationen und eben im Marketingcoaching verwendet. Nach der Auftragsklärung entwickelt man ein 3D-Modell des Anliegens und stellt dieses im Raum physisch dar. Entweder mit Figuren oder mit menschlichen Stellvertretern. Aufgestellt wird, was im besprochenen Kontext wichtig erscheint. Da reichen meist vier bis fünf Kernbegriffe. Das können Menschen, Ereignisse oder auch abstrakte Begriffe sein, wie „das Angebot“, „der Erfolg“, „Das, um was es wirklich geht“ etc. Durch die Betrachtung des gesamten, relevanten Systems, also auch unbewusster Aspekte, kann eine kraftvolle Lösung entstehen, die man rein rational nicht erfahren hätte. In einem zweiten Schritt geht es anschließend darum, die Lösung im Außen umzusetzen. Dank solcher Systemischer Aufstellungen legt sich oft ein wichtiger Hebel um und die Weichen werden auf Erfolg gestellt. Deshalb nenne ich diese Methode auch gerne Marketing-Erfolgs-Aufstellung.

B.C.B: Was hat das ganze nun mit Achtsamkeit zu tun?
Alles, meiner Ansicht nach. Dadurch, dass man auf einer tieferen Ebene an Themen arbeitet, die oft den Kern der Sache darstellen, geht man achtsam mit dem gesamten System um. Man berücksichtigt alle Aspekte, Personen und Erfolgskomponenten. Man wischt nicht über Wesentliches hinweg, nur um schnell eine Lösung oder kurzfristigen Umsatz zu generieren. Man nimmt sich die nötige Zeit genau hinzuschauen und nachhaltig Erfolg zu verankern. Achtsamkeit entsteht bei dieser Art des Marketingcoachings von ganz alleine im Raum. Es scheint als würden sich Zeit, Raum und Energie verdichten. Es ist schön zu sehen wie sehr die Klienten präsent sind, ganz im Hier und Jetzt. Die Qualität der erzielten Ergebnisse ist deshalb so hoch, weil wir ganz zentriert und fokussiert arbeiten. Und zwar mit Herz und Hirn gleichermaßen. Das fachliche Marketingwissen bildet dann in diesem Fall „nur“ noch das i-Tüpfelchen.

Daher auch mein Credo, Marketing-Erfolg und Achtsamkeit sind eng mit einander verflochten. Wer schnell nachhaltigen Erfolg erreichen möchte, sollte sich Zeit nehmen und genau hinschauen.

B.C.B: Vielen Dank, Herr Leeb.
Ich danke dem Business Club Bavaria für das Interview.

Der Business Club Bavaria ist einer der führenden Unternehmernetzwerke Bayerns. Mehr Infos zum B.C.B finden Sie hier: www.business-club-bavaria.de

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Headerbild: © Nikolas Hagele, www.nikolashagele.com

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